Dienstag, 16. Juli 2013

Starfleet Academy 01: Die Delta-Anomalie

Bucbesprechung Barba, Rick; Starfleet Academy. Bd. I. Die Delta-Anomalie. Cross Cult, 2010/2013.

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Story: Ein Serienmörder treibt in San Francisco sein Unwesen. Nur mit Müh' und Not gelingt es dem Kadetten James Tiberius Kirk seine orionische Akademie-Mitschülerin Gaila aus den Klauen des fremdartigen Triebtäters zu befreien.
Doch viele Mysterien umgeben den Fall. So sprach das maskierte Wesen mit einem der Kadetten in einer unbekannten Sprache. Merkwürdige Rußrückstände verblieben auf den Opfern des unbarmherzigen Verbrechers. Und der Killer kennt den Namen eines besonders ehrgeizigen und unangepassten Offiziers-Azubis.
Erst als Jim Kirk, Leonard McCoy und Nyota Uhura miteinander arbeiten und ihre Fähigkeiten kombinieren, gelingt es ihnen, dem wahren Schuldigen auf die Schliche zu kommen. Doch dieser hat nicht nur eine verdammt lange Reise hinter sich, sondern verfügt auch über das Potential, die gesamte Bevölkerung der Erde auszulöschen...

Lobenswerte Aspekte: Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern: Die Bücher der "Starfleet Kadetten"-Reihe richten sich an eine komplett neue Lesergeneration. Eine junge, dynamische und kaufkräftige Verbraucherschicht, deren Zugang zur Franchise die 'frischen, unverbrauchten' Filme J.J. Abrams sein sollten und deren Identifikationsfläche eher auf die jugendlichen Gesichter der von Chris Pine, Zachary Quinto oder Zoe Saldana dargestellten Charaktere abzielte, als auf die außer Mode geratenen Knittervisagen William Shatners, Leonard Nimoys oder Nichelle Nichols'. Dabei steht allerdings die Frage im Raum, ob die Reihe "Starfleet Academy" dabei das zweifelhafte Erbe der am Anspruch gescheiterten "Starfleet Kadetten"-Serie antritt, oder die Chance nutzt, um auf den Ruinen des 'Star Treks der Väter' wie ein Phönix aus der Asche zu steigen.



Natürlich bleibt der elfte Film dabei Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, zumal die Handlung dieses Werkes mitten in der im Film beschriebenen Ereignisse angesetzt wurde. Immer wieder werfen die dortigen Ereignisse ihren Schatten auf den Inhalt des Buches und versuchen, eine Brücke zwischen den unbeschwerten Akademie-Zeiten und der Übernahme des Kommandos über die USS Enterprise zu schlagen (vgl. z.B. S. 14, S. 17 oder S. 67ff.).
Doch dabei werden nicht nur die offiziellen Kanäle bemüht. Selbst aus dem ursprünglichen Material herausgeschnittene Szenen fanden Berücksichtigung (vgl. S. 139). Zusätzlich war sich der begabte Autor Rick Barba auch nicht zu schade, reichlich Querbezüge auf das etablierte 'alte' Universum einzuflechten: So gehört zu Kirks Akademie-Kameraden ein Tellarit (vgl. S. 13), man stürzt gemeinsam andorianisches Ale die trockenen Kehlen hinunter (vgl. S. 14) und selbst die gute, alte 'siebenundvierzig' findet in diesem Werk eine angemessene Erwähnung (vgl. S. 208). Der gekonnte Exkurs zur Gründungsgeschichte der Föderation unterstreicht sogar eher die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Zeitlinien, als die Unterschiede herauszukehren (vgl. S. 81).
Darin zumindest ähnelt das Werk einigen der hinlänglich bekannten Kadetten-Romanen. Als Jugendlicher kann man sich außerdem auch hier ein Beispiel an der atemberaubenden Flirt-Technik eines jugendlichen Leinwandhelden nehmen (vgl. S. 71ff.), den Prüfungsalltag der Sternenflottenakademie mit dem eigenen Bildungsweg vergleichen (vgl. z.B. S. 33ff., S. 50ff. oder S. 211ff.) und die Wohnheimatmosphäre der Nachwuchsoffiziere den eigenen Internatserlebnissen anpassen (vgl. S. 112ff.).
Davon abgesehen bietet sich allerdings nur wenig Schnittmenge mit den "Kadetten"-Büchern. Das Tempo ist ungleich rasanter, hier (vgl. S.  56ff.) und dort (vgl. S. 223) sind tatsächlich Todesopfer zu beklagen und der fesselnde Kriminalcharakter der Erzählung bietet mehr Spannung, als die Prequel-Groschenheftchen der Neunziger es jemals erreicht haben. Das Zielpublikum dieser Reihe ließe sich eher im höheren Teenager-Alter ansetzen und selbst als älterer Leser muss man neidlos anerkennen, dass der frische Wind durchaus junge und alte Leser anspricht.
Schließlich muss man dem Autor auch noch eine erschreckend gute Ortskenntnis in San Francisco bescheinigen. Immer wieder demonstriert der aus dem Mittleren Westen stammende Barba ein Detailswissen über die Westküstenmetropole, das über das bloße Studium von Stadtplänen hinausgeht (vgl. z.B. S.12ff, S. 70f. oder S. 87ff.). Nicht zuletzt deshalb verleiht er der gesamten Geschichte eine erstaunliche Glaubwürdigkeit, so dass man ihm noch nicht einmal verdenken kann, dass gegen Ende unerfahrenen Kadetten bei der Festsetzung eines Mörders der Vorzug gegenüber trainierten Polizeibeamten gegeben wird (vgl. S. 222ff.).

Kritikwürdige Aspekte: Auch wenn sich alle Seiten eifrig Mühe gaben, die "Starfleet Academy" trendgerecht aufzupolieren, gelang es nicht, den wahren Charakter dieses Werkes zu verschleiern.
"Die Delta-Anomalie" ist und bleibt ein Roman für Jugendliche, der sich nicht durch den Inhalt, sondern in erster Linie über die Verpackung zu verkaufen gedenkt.
Das nimmt seinen Anfang bereits im fürchterlich hässlichen, aber modern anmutenden Photoshop-Cover. Sobald man das Buch aufschlägt, wird es noch schlimmer, denn die Schrift ist so groß, dass es sogar Rentnern das Lesen ohne Sehhilfe ermöglicht und im selben Atemzug verschleiert, wie wenig Text da auf insgesamt 246 Seiten gestreckt wurde. Wahrscheinlich versucht man auf die Weise, die vermeintlich lesefaule Zielgruppe der schwer pubertierenden Popcorn-Kinogänger nicht durch einen allzu zu großen Aufwand abzuschrecken, während man gleichzeitig die Illusion aufrecht erhält, am Ende über zweihundert Seiten geschafft zu haben. Im Vergleich zu den "Starfleet Kadetten", war Heyne immerhin ehrlich genug, die Schriftgröße seiner Kinderbuchserie auf einem Normallevel zu halten und den Papierverbrauch auf ein Minimum zu beschränken.
Seine Fortsetzung findet dieses Motiv in den Charakteren. Die lassen sich ohne allzu große Schwierigkeiten erfassen, da sie weder sonderlich komplex, tief schürfend oder gar philosophisch anmuten. Kirk und Co. ähneln oberflächlichen Schuljungen, die sich nicht allzu lang an langweiligen Nachdenk-Themen wie der Obersten Direktive aufhalten (vgl. S. 76). Statt dessen dreht sich alles um erste Beziehungen, schlechte Aprilscherze und unsinnige Prüfungen, deren Nachvollziehbarkeit man wohl besser den altersweisen Erwachsenen überlässt.
Schwerer wiegt allerdings, dass Rick Barba eigenmächtig in fremden Jagdgründen wildert. So bedient er sich schamlos des Delta-Quadranten (vgl. z.B. S. 12ff., S. 153ff. oder S. 182ff.). In Ermangelung vorzeigbarer Androiden muss sogar der Computer als offensichtlicher Data-Ersatz herhalten (vgl. S. 109). Vor allem aber wird ein Gegner aus der Mottenkiste herausgekramt, der in dieser Epoche so wirklich gar nichts zu suchen hat: Die Borg (S.153ff.).
Als ob der Bezug auf den übermächtigen Feind nicht schon unglaubwürdig genug wäre, unterstellt Barba ihnen auch noch die Dummheit, einen eindeutigen Absender auf den Naniten zu platzieren (vgl. S. 152). Und würden sich Borg-Naniten allen Ernstes erfolgreich mit einem Staubsauger bekämpfen lassen (vgl. S. 216), so muss man sich schon fragen, warum man sich die Destiny-Trilogie überhaupt durchlesen sollte!
All das wirkt schlichtweg heillos an den Haaren herbeigezogen - besonders am Ende, in dem die Borg trotz deutlicher Überlegenheit von ihrem todgeweihten Opfer ablassen, um in Richtung Heimat zu entschwinden, weil die Menschen noch weiter untersucht werden müssen (vgl. S. 234f.).
Im Endeffekt erinnert die Handlung deutlich an die Enterprise-Episode "Regeneration". Allerdings bleibt sie im Gegensatz zu diesem Vorbild völlig belanglos und verpasst es, sich glaubhaft in einen größeren Rahmen einzufügen. Die Borg-Präsenz dieses Buches mutet so unnötig, unglaubwürdig und unangebracht an, dass sich der Eindruck verstärkt, dieses Universum würde sich lediglich die aufmerksamkeitswirksamsten Rosinen herauspicken, ohne auf Werte wie innere Logik, Nachvollziehbarkeit oder gar einen offiziellen Kanon Rücksicht zu nehmen.

Übersetzung: Wo viel gehobelt wird, da fallen auch besonders viele Späne. Zum Glück für die Übersetzerin Stephanie Pannen ist dieses Buch in puncto Umfang mehr Schein als Sein.
So fallen vergessene Fragezeichen wenig auf (vgl. S. 100) und auch die Verwendung von "Ohrhörer" (vgl. S. 83) statt 'Kopfhörer' wirkt vergleichsweise unspektakulär.
Der Wechsel vom Siezen zum Duzen kann in einem Nebensatz abgehandelt werden (vgl. S. 140) und auch die der deutschen Synchronisation unbekannte Verwendung des Synonyms "General Order Nummer Eins" für die "Oberste Direktive" (S. 77) fällt trotz der uneinfühlsamen Übertragung nur den Hardcore-Fans überhaupt auf.
Dabei wäre zumindest letzterer Fehler vermeindbar gewesen, wenn man zuvor die kostenfreie Memory-Alpha-Datenbank konsultiert hätte. Dort hätte man auch erfahren können, dass der hier in seiner deutschen Form unter "Beteigeuze" (S. 125) geführte Stern im Star-Trek-Universum bei seinem englischen Pendant "Betelgeuse" benannt wird und dass etwas, dass aus dem Delta-Quadranten stammt, schon allein aus dem Grund nicht als "deltanisch" (vgl. S. 184) bezeichnet wird, weil es gleich ein, zwei unterschiedliche Spezies gibt, die sich um dieses Adjektiv streiten.
Vor allem Eines rückt auch diese Reihe in eine von Heyne begründete Traditionslinie:
Obwohl es mit "Sternenflottenakademie" einen etablierten Terminus gibt, mit dem man die zentrale Ausbildungsstätte für Nachwuchsoffiziere hierzulande bezeichnet, läuft diese Bücherserie unter der Bezeichnung "Starfleet Academy". Vielleicht mag das cooler klingen und sich besser verkaufen, doch letztendlich ist es keinen Deut besser als eine Reihe mit dem Titel "Starfleet Kadetten".
Eher im Gegenteil!

Anachronismen: Für einen Roman, der bei einem jugendlichen Publikum ankommen soll, finden sich im Buch viel zu viele Begriffe, die im 23. Jahrhundert das Prädikat 'Antiquität' verdienen würden. So erinnern klingelnde Telefone (vgl. S. 52), Youtube-Videos (vgl. S. 51) oder Teppichmesser (S. 158) so stark an unsere Zeit, dass der Geist einer vermeintlich höher entwickelten Zukunft zumindest fragwürdig erscheint.
In diesem Zusammenhang steht auch die Transamerica-Pyramide. So mag es ja toll sein, wie gut sich der Autor in der Nebelhauptstadt auskennt, doch falls wirklich jemand eine Rasterkarte von ganz San Francisco erstellen möchte (vgl.S. 199), sollte er dafür besser eines der vielen Gebäude nutzen, die eine größere Höhe als das veraltete 'Hochhäuschen' erreichen (vgl. S. 148).
Daneben gibt es eine ganze Reihe an Ungereimtheiten, die ihrer Zeit unsinnigerweise voraus sind. So mutet der Gebrauch von so perfekt funktionierenden Holodecks mehr als hundert Jahre vor der 'Next Generation' zumindest merkwürdig an (vgl. S. 132 oder S. 138). Genauso unerklärlich bleibt, woher Kirk das Volk Ferengi kennen mag (vgl. S. 71), obwohl erst Jean-Luc Picard den Erstkontakt zu dieser Spezies herstellte.
Ähnlich verwirrend verhält es sich mit der Beförderungspolitik der Sternenflotte auf dieser Seite der Realität. Obgleich sie bereits im elften Kinofilm lächerlich rasch einen Kadetten zum Captain eines eigenen Raumschiffes machte, fand genau dieses Muster hier – aller Häme zum Trotz - seine unmittelbare Fortsetzung. So kann man schwarz auf weiß nachlesen, dass der Halbvulkanier Spock zwar erst vor einem Jahr die Akademie verließ (vgl. S. 129), jedoch schon längst den Rang eines Commanders bekleidet (vgl. S. 108).
Am betrüblichsten stimmt allerdings der offene Bruch mit den Idealen des Star-Trek-Urvaters Gene Roddenberry. Hatte Star Trek bis dato noch eine gesellschaftliche Utopie verkörpert, in dem die Erde traditionellen Lastern wie der Geldwirtschaft oder der Kriminalität abgeschworen hatte, liest man in dieser alternativen Zeitlinie vom fortwährenden Gebrauch von Geld (vgl. S. 20, S. 83, S. 98, S. 136), aber auch vom Fortbestand US-amerikanischer Gangs (vgl. S. 157). Diesem unverdienten Wandel zur Dystopie folgte Barba, obwohl laut der Voyager-Folge "Das ungewisse Dunkel, Teil I" der gesellschaftliche Wendepunkt der Menschheit auch das Abrams-Universum betreffen sollte...

Fazit: Ein wirklicher Neustart gelingt mit diesem ersten eigenständigen, auf der alternativen Zeitlinie basierenden Buch nicht. Obgleich Autor Rick Barba mit seinem Stil, seinem Tempo und seinen Querbezügen zum elften Kinofilm punkten kann,verliert sich der Auftakt darin, die Resteküche vorangegangener Star-Trek-Serien aufzuwärmen, anstatt zum ersten Mal mit einer eigenen Geschichte Akzente zu setzen. Zwar bleibt Barba mit dieser Copy/Paste-Masche dem Abramsverse treu, doch während er sich munter bei den verschiedenen Franchise-Vorfahren bedient, unterlaufen ihm so viele offensichtliche Fehler, dass es schon einer unvoreingenommen und vor allem unwissenden Leserschaft bedarf, um darüber hinwegzusehen.
Immerhin liest sich das Buch schnell weg, womit sich die Leidenszeit in Grenzen hält.

Denkwürdige Zitate:

"Meine Güte, Jim, ich bin Arzt, kein Babysitter."
Leonard McCoy, S. 22

"Lehrerliebling."
James Kirk zu Uhura, S. 61

"Ich meine, das Weltall ist kein Ponyhof, es geht um Leben und Tod."
Hannah, S. 141

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Bewertung: Schwacher Neustart mit Spannungsspitzen.

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Kommentare:

  1. Dann bedien dich mal der Memory Alpha:
    http://de.memory-alpha.org/wiki/Direktiven_der_F%C3%B6deration#General_Orders

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  2. Hallo Du anonyme Person!
    Danke, dass Du mich darauf aufmerksam machst, doch Dein Kommentar zielt an dem vorbei, was ich eigentlich gesagt habe. "General Order Nummer Eins" ist eine schlechte Eins-zu-Eins-Übertragung des englischen Terminus' "General Order Number One", der tatsächlich so im amerikanischen Original gefallen ist.
    "General Order Nummer Eins" ist in dieser Form NIE in der deutschen Synchronisation (die für deutsche Star-Trek-Bücher grundlegend sein dürfte) erwähnt worden.
    Als ich auf 'den' Memory-Alpha verwies, meinte ich damit eigentlich, dass die hier aufgeführte Übertragung eine gedankenlose Adaption des englischen Begriffes ist (vgl. http://books.google.de/books?hl=de&id=TdpUZ2G5eeAC&q=general+order).
    Dumm natürlich, dass die deutsche Version von Memory Alpha die von Dir präsentierte Auflistung führt, denn sie ist ein Paradebeispiel dafür, dass man Online-Lexika, die jeder bearbeiten kann, eben nicht vorbehaltslos vertrauen kann.
    Als großer TNG-Fan war ich mir sicher, dass in beiden Folgen, die als Referenz für "General Order 1" (und übrigens auch nicht "General Order NUMMER EINS") genannt wurden, der Begriff als solcher nie fiel.
    Und was soll ich sagen?
    Ich hab den Morgen damit verbracht, mir beide Folgen noch einmal anzusehen und wie ich völlig korrekt angemerkt habe, handelt es sich bei beiden Formulierungen um eine "der deutschen Synchronisation unbekannte Verwendung". Nicht ein einziges Mal wird dort von der "General Order 1" gesprochen. Da hat sich irgendjemand etwas ausgedacht, was mit diesen Folgen wirklich gar nix zu tun hat.
    Aber die Kritik ist gerechtfertigt. Denn die Existenz eines Nachschlagewerkes wie Memory Alpha bedeutet noch nicht zwangsläufig, dass auch jeder damit umgehen kann. Vielleicht hätte ich es so formulieren sollen, dass Stephanie Pannen nicht in der Lage war, ein Online-Lexikon angemessen zu nutzen.
    Danke also für den Hinweis!

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  3. So, es ist geschafft, dies ist der allererste Star Trek Roman, den ich vollständig gelesen habe. Versuch Nr. 1 - Vanguard - scheiterte an einer zu düsteren Geschichte, in der scheinbar nichts Positives geschah. Allerdings würde ich dem Buch zu geeigneter Zeit noch mal eine Chance geben. Versuch Nr. 2 - Destiny - endete sehr schnell, weil man einfach zu viel Vorwissen haben musste.
    Nachdem ich nun Deine Rezension gelesen habe, bemerke ich, dass mir ca. 2/3 der Fehler nicht aufgefallen sind und das vor allem daher, weil ich eben nur mäßig Ahnung von Star Trek habe. Mir scheint, das hat den Spaß am Buch etwas gehoben, denn beispielsweise war der Mörder für mich nicht die Borg. Doch ich muss Dir beipflichten, es macht keinen Sinn, diese Spezies hier auftauchen zu lassen.
    Auch die Anmerkung zur "General Order Nr. 1" verstehe ich, denn der Begriff Oberste Direktive ist auch jenen bekannt, die Star Trek nur ab und zu sehen. Die andere Bezeichnung ist dagegen völlig fremd und man weiß im Buch nicht so recht, was damit gemeint sein soll. Der Link von "Anonym" auf Memory Alpha zeigt übrigens die englischen Begriffe der Direktiven, denn der Artikel ist mit "general orders" überschrieben - einem Wort, das es im Deutschen gar nicht gibt. Die Übersetzerin sollte das aber gewusst haben, schließlich hat sie eine entsprechende Ausbildung genossen, um Englisch von Deutsch zu unterscheiden...
    Ansonsten noch eine Ergänzung in Sachen Kritikwürdiges: Warum lernt Kirk durch Hannah erst, dass man behutsam auf andere Wesen zugehen soll, wenn dann bei der Konfrontation des Mörders Betäuben, Schießen und erst danach Aufsaugen die gewünschten Methoden sind? Es wäre so viel interessanter gewesen, wenn Kirk Uhura gesagt hätte, sie solle den Naniten mitteilen, dass sie ihre Untersuchungsobjekte töten - die hätten sich dann entschuldigt, es sein gelassen und wären friedlich mit einem Regenbogenschweif davongeflogen.
    In Sachen Cover muss ich Dir widersprechen; Meines Erachtens passt es gut, da es modern und anders als die üblichen Cover daherkommt. Der Stil ist außerdem eher Vectorgrafik statt Photoshop - gephotoshoped sind die Cover von Vanguard und Destiny mit jeweils einem NASA Hubble Teleskop Bild und einem Schiff/Portrait vorn drauf, danach alles durch ein paar Filter gejagt und gut isses.

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